Einer Pilzvergiftung vorbeugen…

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Süd-Thüringer Pilzausstellung 09/2011

Das kann man am besten in dem man ein
wenig Pilzkunde erwirbt.
So wie auf dem Bild rechts kann es in den Wäldern aussehen. Giftige, ungenießbare und essbare Pilze stehen dicht beieinander und nicht alle Giftpilze sind so bekannt und einfach zu erkennen wie die Fliegenpilze.

Eine wichtige Thematik, gerade für den
Laien, sind daher speziell die Speisepilze
mit ihren giftigen Doppelgängern.

Keine Sorge, das sind nur 11 Arten, die auf der Internetseite der Informationszentrale gegen Vergiftungen wirklich übersichtlich gegenüber gestellt sind.
Wobei ich persönlich die Nebelkappen noch weglassen würde, da sie für sehr viele Menschen wirklich unbekömmlich sind und der Aufwand sie durch abkochen geniesbar zu machen in keiner Relation zum Eigengeschmackt der Nebelkappe steht, aber das ist Geschmacksache

Natürlich gibt es noch eine Reihe weiterer Pilze, dessen Verzehr nicht unbedenklich ist, aber die sind nicht tödlich giftig, sondern wirken sich in ihrer – sagen wir mal – nicht vorhandenen Verträglichkeit  auf den Magen- Darmtrakt aus, sprich sie sind allenfalls Magen-Darm-giftig.
Und sie sind nicht so leicht mit Speisepilzen zu verwechseln.

Es muss natürlich beachtet werden, alle Pilze sollen stehts nur gut durcherhitzt genossen werden, da einige von ihnen durchaus leichtere Gifte beinhalten, die aber thermoinstabil sind, das heißt sie zerfallen beim Erhitzen in unbedenkliche Nebenprodukte.
Einzig der Steinpilz (Fichtensteinpilz / Boletus edulis) kann unbedenklich roh verzehrt werden, dazu kann ich ein Rezept empfehlen.

Eine Besonderheit, aber bitte nicht für Pilzlaien, sind die Täublingsarten.
Man kann da von an die 150 verschiedenen Arten ausgehen, die alle nicht tödlich giftig sind und die man, wenn sie denn eindeutig als Täubling bestimmt sind, durch eine Geschmacksprobe in genießbar und ungenießbar unterteilen kann.
Dazu reicht es, das Stück einer Lamelle leicht anzukauen…bitter oder scharf…aussortieren.
Der Rest ist essbar, auch wenn sie beim Geschmackstest nach Bleistift schmeckten.
Der Geschmackstest bei den Täublingsarten ist allein deshalb zu empfehlen, weil sich einige Arten makroskopisch nicht sicher bestimmen lassen.

Ganz wichtig noch zu wissen und zu beachten:
Die meisten aller gemeldeten Pilzvergiftungen sind eigentlich Eiweißvergiftungen (kommt auch bei Speisepilzen vor), ausgelöst durch den Genuß vergammelter Pilze.
Es ist also sehr wichtig, nur einwandfrei aussehende und riechende Speisepilze zu sammeln, sie fachgerecht zu transportieren und möglichst kurzfristig zu verarbeiten.
Unsinnig ist dagegen die oft vertretene These, Pilzgerichte dürte man nicht mehr aufwärmen.
Beachtet man lebensmitteltechnische und hygienische Gepflogenheiten, kann man richtig gelagerte Reste von Pilzgerichten auch am Folgetag noch verzehren, beziehungsweise Reste davon nach dem Verzehr auch einfrieren.

Zum Abschluß noch etwas: Natürlich sollte man sich die Telefonnummer der Giftnotrufzentrale notiren oder im Telefon abspeichern ! Im Haushalt kann es auch zu anderen, als Pilvergiftungen kommen.

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