Und er veranlasst mich nun, mein Tagebuch wieder zu öffnen…
Ja, es war ein rein zufälliger Fund, mitten hier in Haspe, kaum 100 Meter von meiner Wohnung entfernt.
Gegenüber des alten Stadtbades sind über den Winter hin einige neue Reihenhäuser auf dem Gelände eines ehemaligen Krankenhauses entstan- den.
Die schmalen, kleinen Vorgärten sind Ende März mehr oder weniger einheitlich bepflanzt worden, über Tage hinweg war eine Gartenbaufirma aus den Niederlanden damit beschäftigt.
Die Pflanzfläche wurde zwischen den Blumen, Stauden und Gehölzren ordentlich mit Rindenmulch abgedeckt, sicherlich wollte man den Bewohnern das lästige jäten des Unkrautes in diesem Sommer ersparen…noch sind auch nicht alle Reihenhäuser bezogen.
Das gemulchte Pflanzflächen ein idealer Nährboden für Spitzmorcheln sind, hat sich ja inzwischen herumgesprochen…und hält man die Augen auf, kommen solche Flächen in Sicht.
Und das Morcheln ein wahrer Meister der Tarnung sind, ist auch bekannt – Aber haben sich einem erst einmal die Spezielle Form und das Aussehen einer Morchel in das Gehirn fest eingeprägt, findet man auch selbst so winzige Exemplare…quasi im Vorübergehen!
Übung macht dabei den Meister, liebe Pilzfreunde…Augen auf, egal wo man ist, denn Pilze wachsen (fast) überall !
Ob man allerdings solche in der dicht bebauten Großstadt gefundene Pilze speisetechnisch verwerten sollte…das ist grenzwertig.
Ich persönlich werde es nicht machen, auch nicht, wenn ich in den kommenden Tagen dort noch eine Menge dieser Spitzmorcheln zu sichten gedenke.



